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Wie scannt oder fotografiert man alte Fotos für die beste Restaurierung?

TimeMend-Redaktion ·

KI-Restaurierung kann nur mit dem arbeiten, was im Ausgangsbild steckt. Je schärfer das Original und je näher es am eigentlichen Foto ist, desto weniger muss die KI raten – und desto verlässlicher ist das Ergebnis. Bevor Sie also irgendetwas restaurieren, lohnt sich die Zeit am meisten für eine gute Digitalisierung.

Nutzen Sie nach Möglichkeit einen Scanner

Ein Flachbettscanner liefert gleichmäßiges Licht und keine perspektivische Verzerrung. Er ist daher die beste Wahl, um alte Fotos zu digitalisieren.

  • Auflösung: 600 dpi für übliche Abzugsgrößen wie 9 × 13 cm oder 10 × 15 cm; 1200 dpi für kleinere Fotos wie Passbilder; 300–400 dpi reichen für große Abzüge.
  • Farbmodus: Scannen Sie Farbfotos im Farbmodus. Auch Schwarz-Weiß-Fotos sollten Sie im Farbmodus scannen: So bleibt der ursprüngliche Farbton des Papiers erhalten, und Sie haben mehr Spielraum für spätere Anpassungen.
  • Dateiformat: Archivieren Sie in einem verlustfreien Format wie PNG oder TIFF und speichern Sie für den Alltag zusätzlich ein hochwertiges JPG.
  • Vor dem Scannen reinigen: Entfernen Sie Staub mit einem weichen Mikrofasertuch oder einem Blasebalg. Wischen Sie die Fotooberfläche nie mit einem feuchten Tuch ab.

Fünf Tipps zum Abfotografieren mit dem Smartphone

  1. Licht: Ideal ist ein heller Platz am Fenster bei Tag. Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht und verwenden Sie keinen Blitz.
  2. Winkel: Legen Sie das Foto flach hin und halten Sie das Smartphone parallel dazu, genau von oben, damit das Foto nicht zum Trapez wird.
  3. Spiegelungen: Glänzendes Fotopapier spiegelt leicht. Ändern Sie den Winkel etwas oder nutzen Sie eine Scan-App mit Spiegelungsentfernung.
  4. Schärfe und Ruhe: Tippen Sie auf den Bildschirm, um auf das Foto scharfzustellen, halten Sie das Smartphone mit beiden Händen oder nutzen Sie ein Stativ, und prüfen Sie danach vergrößert, ob alles scharf ist.
  5. Bildausschnitt: Lassen Sie das Foto möglichst das ganze Bild füllen, aber mit einem kleinen Rand zum späteren Zuschneiden.

Gewohnheiten, die die Restaurierung verschlechtern

  • Zuerst Beauty-Effekte, Filter oder „Auto-Optimierung“ anwenden: Das löscht echte Details und führt die KI in die Irre, was als Schaden gilt.
  • Durch Rahmenglas oder Albumfolie fotografieren: Spiegelungen und Kratzer im Glas werden als Probleme des Fotos selbst behandelt.
  • Screenshots oder oft weitergeleitete Bilder verwenden: Jede Weiterleitung kann das Bild erneut komprimieren, sodass immer mehr Details verloren gehen.

Was mit den Originalen geschieht

Legen Sie die Originale nach dem Digitalisieren wieder in ein säurefreies Album oder in Fotohüllen. Werfen Sie sie nicht weg, nur weil Sie eine digitale Kopie haben. Sichern Sie auch die digitalen Dateien nach der 3-2-1-Regel: mindestens 3 Kopien auf 2 verschiedenen Speichermedien, davon 1 an einem anderen Ort.

Haben Sie Ihr Original bereit? Öffnen Sie es im Studio.

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